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Region Neckar-Alb

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IHK zur wirtschaftlichen Lage: Industrie läuft, Lage im Gastgewerbe verdüstert sich

Die Betriebe in der Region scheinen den Corona-Schock zum großen Teil überwunden zu haben, so beschreibt der Präsident der IHK-Reutlingen, Christian O. Erbe, die wirtschaftliche Lage in der Region. Welche Branchen zuversichtlich in die Zukunft blicken und wo die Lage eher düster aussieht, hat die IHK Reutlingen in einer virtuellen Pressekonferenz erläutert.

Das Gastgewerbe darf bei einer stabilen Inzidenz unter 100 die Absperrbänder entfernen und wieder Gäste empfangen - doch laut der IHK Reutlingen sieht dieses Gewerbe der Zukunft nicht gerade optimistisch entgegen. IHK-Präsident Christian O. Erbe kritisiert, dass so viel getestet und geimpft werde wie noch nie - und trotzdem gebe es keine klare übergreifende Öffnungsperspektive für das Gastgewerbe. "Dabei sind Sicherheit und Öffnung eigentlich kein Widerspruch - wenn es richtig gemacht wird."

Der IHK-Präsident geht von einer leichten Zunahme der Insolvenzen in dieser Branche aus, allerdings habe er noch keine besorgniserregenden Meldungen erhalten. Im Gegensatz dazu hat sich die Lage im Einzelhandel etwas verbessert.

Gut sieht es auch in der Industrie, im Großhandel und Bau aus. Regionale Produkte seien in den USA, in Asien und in der Eurozone sehr gefragt. "Die gute Situation wird sehr stark vom Export getrieben", so Erbe. Die Exportquote liegt bei 56 %, das bedeutet: jeder zweite Euro in der Gegend werde durch den Export verdient.

Der IHK-Präsident warnt außerdem davor, die Unternehmenssteuer anzuheben. Das sei ein schlechtes Signal an die Wirtschaft und würde dem Standort zum Nachteil gereichen. Die Unternehmerinnen und Unternehmer dürften, bei aller Belastung des vergangenen Jahres, das die Erträge der Unternehmen zum großen Teil aufgefressen habe, nicht die Leidtragenden der Ausgaben der Politik sein.

Vor allem mahnt Erbe an, dass die Unternehmen eher unterstützt werden sollten. Sechzig Prozent der Betriebe wollen nämlich in die Digitalisierung investieren, und jeder dritte Betrieb in die Innovation. Dazu brauche es aber finanzielle Mittel, und deshalb sei es wichtig, dass die Steuerpolitik den Unternehmen keine Knüppel zwischen die Beine werfe.

Zu den Vorhaben der neuen Landesregierung, die im Koalitionsvertrag verankert sind, merkte Erbe an: Grüne Innovation und Investitionen seien für große Teile der Industrie technisch gar nicht möglich. "Kretschmann selber nannte den Koalitionsvertrag einen grasgrünen Erneuerungsvertrag", so Erbe, "und es ist klar, Papier und Besteck sind aus Gras mittlerweile leicht herzustellen. Aber unsere Wirtschaftsstärke in Deutschland, und speziell hier in unserem Hightech-Standort Baden-Württemberg, sind keine Produkte, die aus Gras herstellbar sind."

Autos und Maschinen seien eben anderer Natur – und da werde es noch sehr lange dauern, bis dort ein Umschwenken möglich sei. Und das dürfe nicht vergessen werden, so Erbe abschließend.


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