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Reutlingen

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Corona spielt praktisch keine Rolle mehr: der Gesundheitsreport 2023

Unternehmen in der Region Neckar-Alb hatten es im vergangenen Jahr 2023 wieder mit weniger krankheitsbedingten Ausfällen zu tun als im Jahr zuvor. Der Krankenstand ist im Vergleich zum Vorjahr wieder etwas zurückgegangen. Er befindet sich aber immer noch über dem Vor-Corona-Niveau. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport 2023 der AOK Neckar-Alb hervor. Corona selbst spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Den Großteil machen andere Atemwegserkrankungen wie Grippe und Erkältungen aus. Psychische Krankheiten sind auf dem Vormarsch.

Es geht nach unten mit dem Krankenstand. Das ist ein allgemeiner Trend deutschlandweit. In Baden-Württemberg und auch in der Region Neckar-Alb ist er aber etwas ausgeprägter. "Wir hatten 2022, also vorletztes Jahr, den höchsten Krankenstand überhaupt, auch den höchsten Anstieg der gesamten Geschichte", sagte Alisa Hartmann von der AOK Neckar-Alb. Jetzt sei der Krankenstand im Landkreis Reutlingen um 0,6 Prozent nach unten gegangen, "was wir als sehr positiv empfinden", so Hartmann.

Auch wenn der Krankenstand insgesamt noch auf sehr hohem Niveau ist im Vergleich zu vor Corona. In der Region Neckar-Alb liegt er bei 5,9 – das heißt in einem Betrieb mit 1.000 Mitarbeitern sind 59 permanent krank. Das aber in der Regel nicht für lang. In den allermeisten Fällen bleibt es bei Krankschreibungen von 14 Tagen oder weniger.

Knapp ein Drittel aller Krankschreibungen gehen auf das Konto von Atemwegserkrankungen. Alisa Hartmann: "Einmal sehen wir die Atemwegserkrankungen, die in der Coronazeit deutlich nach oben gegangen sind, auch jetzt gerade, als die Maske dann weggefallen ist, hatten wir einen sehr, sehr hohen Anstieg der Atemwegserkrankungen." Jetzt gingen diese wieder zurück, aber das Niveau bei den Atemwegserkrankungen sei immer noch deutlich höher als vor Corona.

Auf Platz zwei bei den Krankschreibungen und sogar auf Platz eins bei den Fehltagen liegen die psychischen Erkrankungen. Alisa Hartmann: "Bei der Psyche sehen wir über die letzten mehreren Jahren hinweg eine stetige Erhöhung, sowohl was die Fälle als auch was die Tage betrifft, das heißt, immer mehr Leute sind krankgeschrieben aufgrund von psychischen Erkrankungen." Wenn Leute wegen psychischer Erkrankungen arbeitsunfähig seien, fielen sie meist sehr lange aus, sagte Hartmann.

Dass die Anzahl der psychischen Erkrankungen permanent steigt, ist eine der Nachwirkungen der Corona-Pandemie; die Rede ist aber auch von einer sogenannten Omnikrise. "Das heißt, es passiert einfach unheimlich viel um uns herum, es sind Kriegssituationen, wir haben noch den Klimawandel, wir haben einfach veränderte Arbeitsbedingungen vielleicht durch Technik." Die Menschen bräuchten eine gewisse Zeit, um sich anzupassen und wieder neue Dinge zu akzeptieren, so Hartmann.

Eine Herausforderung für Unternehmen und Mitarbeiter, für alle, die psychischen Erkrankungen vorbeugen wollen. Hier gilt es, Resilienz, also Widerstandsfähigkeit aufzubauen. Das heißt, man könne darauf achten, wie man Dinge bewerte. "Wie gehe ich mit meinen Gedanken um? Das hat einfach einen ganz hohen Einfluss darauf, wie es mir persönlich geht." Durch Atemübingen könne man dann versuchen, den Körper darauf zu sensibilisieren. Gesundheitsvorsorge also nicht nur bei Ernährung und Bewegung sondern auch im viel komplexeren Bereich der psychischen Erkrankungen.


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