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Tübingen

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„Mehr Cäsh in die Täsch“: Das fordert der öffentliche Dienst

Von Universität bis Landestheater - Diese und weitere Tübinger Institutionen mussten am Mittwoch auf Teile ihrer Mitarbeiter verzichten. Mit Fahnen und Trillerpfeifen hatten sich diese an den Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder beteiligt. Zur Kundgebung aufgerufen hatte die Gewerkschaft ver.di.

„Heute ist kein Arbeitstag, heute ist Streiktag" schallte es am Mittwochmittag aus mehreren Hundert Kehlen auf dem Geschwister-Scholl-Platz vor der Neuen Aula. Das Ziel: Vor der zweiten Verhandlungsrunde um die Entgelte der Landesbeschäftigten ein Zeichen in Richtung Arbeitgeberseite zu setzen. Das ist laut Bezirksgeschäftsführer Jonas Weber auch gelungen.

"Wir sind sehr zufrieden. Wir haben tatsächlich in der Vergangenheit bei unseren Warnstreiks in Tübingen am Beginn nicht so viele Kolleginnen und Kollegen da gehabt – heute waren wir mit etwa 300 Kolleginnen und Kollegen hier auf dem Platz. Das ist ein gutes Zeichen, die Menschen sind motiviert, die Stimmung war gut und wir gehen davon aus, dass wir noch deutlich nachlegen können in der Zukunft" bilanzierte er.

Mit dabei waren neben Beschäftigten von Universität, Studierendenwerk, Landestheater und Regierungspräsidium auch noch Mitarbeiter der KBF, von Vermögen und Bau und dem Landesamt für Denkmalpflege.

Tübingen ist damit laut Weber in gewisser Weise ein Hotspot in der aktuellen Tarifrunde. Auf ein Angebot haben sie bislang vergeblich gewartet, die Forderungen sind aber klar.

"Die Beschäftigten fordern 7 Prozent, mindestens aber 300 Euro mehr. In unserer ersten Verhandlungsrunde Anfang Dezember gab es bislang kein Angebot. Deshalb haben wir heute gesagt, wir gehen einmal auf die Straße und zeigen den Arbeitgebern: Die Beschäftigten sind entschlossen, dass sie wirklich mehr Geld wollen" erläuterte Weber.

Zudem sollen alle Zeitzuschläge um 20 Prozentpunkte steigen. Mehr Geld soll es, wenn es nach der Gewerkschaft geht, auch für die jeweiligen Nachwuchskräfte geben. Genau genommen 200 Euro mehr, so die Forderung.

Keine schnelle Einigung erwartet

Noch wichtiger sei für die Azubis aber eine unbefristete Übernahme nach dem Ausbildungsabschluss. Dass man zu einer schnellen Einigung kommt, erwartet die Gewerkschaft allerdings nicht.

"Ehrlicherweise muss man nach den Erfahrungen der letzten Tarifrunden und den Bekundungen aus der Landespolitik und von den Finanzministern der letzten Wochen davon ausgehen, dass in der nächsten Verhandlungsrunde kein Einigungsangebot auf dem Tisch liegt. Wir hoffen natürlich dass es eins gibt und es auch schon relativ nah an das kommt, was wir fordern. Wir gehen aber ehrlicherweise nicht davon aus" so Weber.

Sollte diese Vermutung wahr werden, will die Gewerkschaft die bisherigen Aktionen noch einmal ausweiten und weitere Warnstreiks auf die Straße bringen.


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